Cantabria
Castro Urdiales
«Castro Urdiales destaca por su hermosa iglesia gótica junto al mar.»Castro Urdiales zeichnet sich durch seine schöne gotische Kirche am Meer aus.

Castro Urdiales liegt an der Ostküste Kantabriens, nur einen Katzensprung von der Grenze zum Baskenland entfernt. Es war die einzige römische Kolonie an der kantabrischen Küste unter dem Namen Flaviobriga, und sein Profil wird durch die gotische Kirche und die Burg mit Leuchtturm auf einem Felsen über dem Fischereihafen geprägt.
Wusstest du schon
Ein Leuchtturm über einem römischen Tempel
Sein berühmter Leuchtturm wurde direkt über den Überresten eines antiken römischen Tempels erbaut.
So spricht man in Castro Urdiales
«Castreño» ist das Ethnonym und «marmita» bezeichnet den Thunfisch-Kartoffel-Eintopf der Seefahrertradition. Das kantabrische Suffix «-uco/-uca» taucht im regionalen Sprachgebrauch auf.
pindio / pindia
Sehr geneigt oder steil. Wird besonders für einen Anstieg, eine Straße oder ein Gelände mit starkem Gefälle verwendet: «una cuesta muy pindia».
Der Alltag in Castro Urdiales

Man lebt zwischen Bilbao und hier
Viele Einwohner arbeiten in Bilbao, eine halbe Stunde Autobahnfahrt entfernt, und kehren zum Schlafen ans Meer zurück: Die Stadt ist so gewachsen und ist fast ein entfernter Vorort der baskischen Metropole.
«Trabajo en Bilbao y duermo aquí.» — Ich arbeite in Bilbao und schlafe hier.

Die gotische Kirche über dem Hafen
Santa María de la Asunción steht auf dem Felsen neben dem Burg-Leuchtturm und ist vom Wasser aus zu sehen: Sie ist die Kulisse jedes Fotos und der Ort, von dem aus man die Boote bei der Rückkehr beobachtet.
«La iglesia está sobre la roca.» — Die Kirche steht auf dem Felsen.

Das «Coso Blanco» im Juli
Ein nächtlicher Umzug mit beleuchteten Wagen und Statisten, der seit fast einem Jahrhundert stattfindet: Man sichert sich Stunden vorher einen Platz an der Strecke, und die Stadt schläft nicht.
Was man in Castro Urdiales isst

Cocido lebaniego
Kleine Kichererbsen aus Liébana mit Wirsing, Kartoffeln und Fleisch, serviert in drei Gängen wie beim madrileño.

Rabas
Tintenfischringe und -streifen, mehliert und frittiert, serviert in einer Papiertüte mit Zitrone.

Quesada pasiega
Dichter Nachtisch aus Quark, Butter und Zitrone, in einer flachen Form gebacken.
Feste in Castro Urdiales

Coso Blanco
am ersten Freitag im Juli
Die beleuchteten carrozas ziehen nachts an der Promenade entlang, und es regnet einen Sturm aus Konfetti.
Was man in Castro Urdiales sehen kann

Iglesia de Santa María de la Asunción
Die bedeutendste gotische Kirche Kantabriens, direkt über dem Meer neben der Burg.

Castillo-faro
Die mittelalterliche Burg mit einem Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert im Inneren, auf demselben Felsen wie die Kirche.

Puente medieval
Die einbogige Steinbrücke, die den Kirchenfelsen mit dem Festland verbindet.
Woher Castro Urdiales kommt
Die einzige römische Kolonie an der kantabrischen Küste
74 n. Chr.
Flaviobriga
Vespasian gründet hier eine Kolonie: Es ist die einzige an der kantabrischen Küste.
1163
Das Fuero
Alfonso VIII verleiht ihr das Fuero: Die Seefahrerstadt entsteht.
13.–14. Jh.
Die Kirche
Santa María wird gebaut, die bedeutendste gotische Kirche Kantabriens.
19. Jh.
Das Eisen
Die Minen der Gegend und die Bergbau-Eisenbahn lassen sie wachsen.
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