Cantabria
San Vicente
«San Vicente de la Barquera tiene un gran puente medieval.»San Vicente de la Barquera hat eine große mittelalterliche Brücke.

San Vicente de la Barquera liegt an der Westküste von Kantabrien, in einer Ría, die zwischen zwei Landzungen eingeschlossen ist. Von seiner Brücke mit zweiunddreißig Bögen aus sieht man das Meer vor sich und die schneebedeckten Picos de Europa in etwa zwanzig Kilometern Entfernung.
Wusstest du schon
Die Heimat von David Bustamante
Der berühmte spanische Sänger David Bustamante wurde in diesem Küstenort geboren und ist dort aufgewachsen.
So spricht man in San Vicente
«Sorropotún» ist ein sehr spezifisches lokales Wort für ein Fischergericht. «Ría» ist der geografische Begriff, der unerlässlich ist, um die Landschaft der Stadt zu verstehen.
pindio / pindia
Sehr geneigt oder steil. Wird besonders für einen Anstieg, eine Straße oder ein Gelände mit starkem Gefälle verwendet: «una cuesta muy pindia».
Der Alltag in San Vicente

Die lange Brücke über der Ría
Die Maza überquert das Ästuar mit zweiunddreißig Bögen aus dem 16. Jahrhundert; man überquert sie, um in das Dorf zu gelangen: Bei Ebbe bleiben die Boote im Sand liegen.
«El puente tiene treinta y dos arcos.» — Die Brücke hat zweiunddreißig Bögen.

Die «Folía» nach Ostern
Die Boote fahren in einer Prozession mit der Jungfrau hinaus und die Mädchen singen vom Kai aus eine alte Melodie: Es ist das Fest der Fischer und findet am Sonntag nach Ostern statt.
«Las barcas salen con la Virgen.» — Die Boote fahren mit der Jungfrau hinaus.

Die Picos sieht man vom Hafen aus
An klaren Tagen liegen die schneebedeckten Gipfel der Picos de Europa hinter dem Dorf, vierzig Kilometer entfernt: Meer davor und zweitausendsechshundert Meter dahinter, auf einen Blick.
Was man in San Vicente isst

Cocido montañés
Weiße Bohnen und Wirsing mit Chorizo, Morcilla und Speck.

Rabas
Mehlierte und frittierte Tintenfischstreifen, in einer Papiertüte mit Zitrone serviert.

Marmita
Bonito-Eintopf mit Kartoffeln, Zwiebeln und Paprika, der auf den Booten entstand.
Feste in San Vicente

La Folía
der zweite Sonntag nach Ostern
La Virgen de la Barquera fährt auf den Fischerbooten aufs Meer hinaus, und am Ufer singen die Frauen Picayos mit Panderetas.
Was man in San Vicente sehen kann

Puente de la Maza
Zweiunddreißig Bögen über der Ría, und hinter dem Dorf die schneebedeckten Picos de Europa.

Castillo de San Vicente
Die Burg aus dem 13. Jahrhundert über dem Dorf, mit Mauern, die zur Ría hinabführen.

Iglesia de Santa María de los Ángeles
Gotische Kirche neben der Burg, mit romanischen Portalen, die aus einer früheren Zeit stammen.

La Folía
Die Boots-Prozession am Montag nach Ostern, bei der die Jungfrau über das Wasser getragen wird.
Woher San Vicente kommt
Das Meer davor und der Schnee dahinter
Römische Zeit
Der Hafen
Ein Anlegeplatz in der Ría an der Küstenstraße nach Westen.
1210
Das Fuero
Alfonso VIII. verleiht das Fuero: Die Fischerstadt entsteht, mit Mauern und Burg.
15. Jh.
Die Brücke
Die Puente de la Maza wird mit zweiunddreißig Bögen über der Ría erbaut.
20. Jh. → heute
Fischerei und Tourismus
Die Flotte schrumpft, aber das Dorf bleibt eines der meistbesuchten an der Küste.
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