Castilla y León
Valladolid
«Valladolid tiene una gran plaza mayor de color rojo.»Valladolid hat eine große, rote Plaza Mayor.

Regionale industrielle und flache Hauptstadt, reich an historischen Palästen. Sie war im 16. Jahrhundert die Hauptstadt des Spanischen Weltreichs.
Wusstest du schon
Hier starb Christoph Kolumbus
In dieser Stadt starb Christoph Kolumbus im Jahr 1506, in dem bescheidenen Haus, das heute in ein Museum umgewandelt wurde.
So spricht man in Valladolid
«Lechazo» ist ein präzises kastilisches Wort: ein Lamm, das noch Milch trinkt, nicht irgendein «cordero». Das Kastilisch von Valladolid wird oft als dem Standard des Zentrums und Nordens nahestehend empfunden.
Der Alltag in Valladolid

Die «pinchos» im Wettbewerb
Valladolid hat einen nationalen Pinchos-Wettbewerb, und die Bars im Zentrum konkurrieren ernsthaft: Man geht mit einer Liste der Lokale in der Hand aus, und die preisgekrönten Rezepte bleiben das ganze Jahr auf der Karte.
«Este pincho ganó el concurso.» — Dieser Pincho hat den Wettbewerb gewonnen.

Die Karwoche ohne Musik
Die kastilischen Prozessionen ziehen in Stille vorbei, mit den barocken Statuen von Gregorio Fernández und barfüßigen Büßern: Es gibt keine Kapelle, man hört nur die Schritte.
«Las procesiones van en silencio.» — Die Prozessionen ziehen in Stille vorbei.

Der «Pisuerga» mit den Fußgängerbrücken
Der Fluss durchquert die Stadt und hat Ufer, die als Park angelegt sind: Man joggt, fährt Fahrrad und überquert die Ufer mit Fußgängerbrücken, auch auf dem Weg zur Arbeit.
Was man in Valladolid isst

Lechazo asado
Milchlamm, im Holzofen in einer Tonschale gebraten, nur mit Wasser und Salz.

Sopa castellana
Brot, Knoblauch, Paprika und Brühe, mit einem am Ende hineingeschlagenen Ei.

Vino Ribera del Duero
Ein Tempranillo-Rotwein von den Weinbergen entlang des Duero: dunkel, mit viel Tannin.

Queso de oveja curado
Gereifter kastilischer Schafskäse, in dünne Dreiecke geschnitten.
Feste in Valladolid

San Pedro Regalado
13. Mai
Der Schutzpatron zieht in Prozession aus, und die Stadt feiert den Heiligen, den die Stierkämpfer als ihren eigenen betrachten.

Feria de la Virgen de San Lorenzo
Anfang September
Die «peñas» füllen die Plaza Mayor und die Schutzpatronin zieht in Prozession aus: neun Tage mit Stieren, Konzerten und Straßenfesten.
Was man in Valladolid sehen kann

Plaza Mayor
Der erste regelmäßige Hauptplatz Spaniens, der nach dem Brand von 1561 am Reißbrett neu geplant wurde.

Museo Nacional de Escultura
Spanische Skulpturen aus bemaltem Holz im Colegio de San Gregorio.

Catedral de Valladolid
Die Kathedrale, entworfen von Juan de Herrera, dem Architekten des Escorial, und nie fertiggestellt.

Casa-Museo de Cervantes
Das Haus, in dem Cervantes lebte, während der Hof hier war, mit den Räumen, die wie damals eingerichtet sind.
Woher Valladolid kommt
Fünf Jahre lang Hauptstadt Spaniens
Römische Epoche
Das Gebiet
Landwirtschaftliches Land am Pisuerga, ohne bedeutendes Zentrum.
11. Jh.
Vallisoletum
Graf Pedro Ansúrez besiedelt es neu und gibt ihm die Brücke, die Kirche und den Markt.
1469
Die Hochzeit
Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragonien heiraten hier: Aus dieser Ehe entsteht das vereinte Spanien.
1601–1606
Die Hauptstadt
Fünf Jahre lang ist es die Hauptstadt des Königreichs, dann kehrt der Hof nach Madrid zurück und geht nie wieder weg.
Hier geboren: José Zorrilla, Dichter und Dramatiker.
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