Extremadura
Cáceres
«El casco histórico de Cáceres tiene murallas y torres medievales.»Die Altstadt von Cáceres hat mittelalterliche Mauern und Türme.

Cáceres liegt auf einem Granithügel im Zentrum von Extremadura, inmitten der Dehesa. Die Altstadt ist seit dem 16. Jahrhundert fast intakt geblieben – Mauern, Türme und Paläste, die von Familien erbaut wurden, die in Amerika reich geworden sind, ohne Stromkabel oder moderne Schilder –, während sich die heutige Stadt ganz darum herum entwickelt hat.
Wusstest du schon
Keine Kabel, nachts kein Licht
Im historischen Zentrum gibt es keine sichtbaren Stromkabel und die Straßenlaternen sind nachts ausgeschaltet, um die ursprüngliche mittelalterliche Atmosphäre zu bewahren.
So spricht man in Cáceres
«Cacereño» ist die Einwohnerbezeichnung und «dehesa» kommt ständig vor, wenn man über die Landschaft, die Viehzucht und iberische Produkte spricht. Im lokalen Kastilisch ist das Aspirieren des auslautenden «s» in der informellen Sprache häufig.
acho
Hey; Freund; Junge, als Anruf oder Interjektion. Im informellen Sprachgebrauch ruft es den Gesprächspartner oder leitet Überraschung, Protest, Komplizenschaft und andere Reaktionen je nach Intonation ein.
Der Alltag in Cáceres

Die «cigüeñas» über den Türmen
Die Störche bauen ihre Nester auf den Glockentürmen und den Türmen der Altstadt, Dutzende von Nestern nebeneinander, und das Klappern der Schnäbel hört man von unten. Sie kehren jedes Jahr zu denselben Steinen zurück.
«¿Oyes las cigüeñas?» — Hörst du die Störche?

Die «ciudad monumental» ohne Kabel
In der Altstadt gibt es keine Antennen, Drähte oder modernen Schilder: Deshalb werden hier ständig Filme und Serien gedreht. Wer dort wohnt, gewöhnt sich daran, Straßen wegen Dreharbeiten gesperrt zu finden.

Das «Womad» im Mai
Seit dreißig Jahren findet das Festival für Weltmusik kostenlos auf den Plätzen der monumentalen Altstadt statt: Man sitzt auf dem Boden zwischen den Palästen aus dem 16. Jahrhundert und hört zu, und die Stadt verdoppelt sich für drei Tage.
«El Womad es gratis.» — Das Womad ist kostenlos.
Was man in Cáceres isst

Torta del Casar
Schafskäse, so cremig, dass man ihn wie eine Schachtel öffnet und mit dem Löffel isst.

Migas extremeñas
Altbackenes Brot, angebraten mit Knoblauch, Speck und Paprika, mit Weintrauben oder Melone dazu.

Jamón ibérico de bellota
Der Schinken aus der Dehesa, mit dem Messer geschnitten und bei Zimmertemperatur serviert.

Caldereta de cordero
Lammfleisch geschmort mit getrockneten Paprikaschoten, Knoblauch und einem Glas Wein.
Feste in Cáceres

San Jorge
am 22. und 23. April
Ein Drache aus Pappmaché wird vor der Altstadt verbrannt, und Mauren und Christen stehen sich unter den Mauern gegenüber.
Was man in Cáceres sehen kann

Ciudad Monumental
Die ummauerte Stadt mit etwa dreißig erhaltenen Türmen und keinem einzigen Kabel oder modernen Schild.

Torre de Bujaco
Almohadischer Turm aus dem 12. Jahrhundert an der Plaza Mayor, erbaut mit den Steinen der römischen Stadt.

Concatedral de Santa María
Die Hauptkirche der Altstadt, gotisch, mit dem Zedernholz-Retabel ohne Vergoldung.

Palacio de las Veletas
Das Museum von Cáceres, in einem Palast, der über einer arabischen Zisterne erbaut wurde, die noch voller Wasser ist.
Woher Cáceres kommt
Eine ummauerte Stadt, die ganz geblieben ist
25 v. Chr.
Norba Caesarina
Römische Kolonie, gegründet von Cornelius Balbus auf dem Granithügel.
9.–12. Jh.
Hizn Qazris
Almohadische Festung: Die Türme und Zisternen, die man heute sieht, stammen aus dieser Zeit.
1229
Die Eroberung
Alfons IX. von León nimmt sie endgültig ein.
15.–16. Jh.
Die Turmhäuser
Die in Amerika reich gewordenen Familien bauen die Paläste, die die Altstadt füllen.
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