Extremadura
Plasencia
«Plasencia tiene dos catedrales juntas en el centro histórico.»Plasencia hat zwei Kathedralen nebeneinander in der Altstadt.

Plasencia liegt im Norden der Provinz Cáceres am Fluss Jerte, wo die Täler beginnen, die zur Sierra hinaufführen. Sie wurde 1186 von Alfons VIII. als Grenzfestung gegründet und bewahrt die Stadtmauern, ein Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert und zwei aneinandergebaute Kathedralen: die alte und die neue, die nie fertiggestellt wurde.
Wusstest du schon
Zwei Kathedralen direkt aneinander
Die Stadt besitzt zwei miteinander verschmolzene Kathedralen: eine romanisch-gotische aus dem 13. Jahrhundert und eine barocke, die im 16. Jahrhundert begonnen und nie vollendet wurde.
So spricht man in Plasencia
«Placentino» ist das Ethnonym und «Jerte» ist ein täglicher Bezugspunkt für das Tal, den Fluss und die landwirtschaftlichen Produkte. Das lokale Kastilisch teilt das Aspirieren des auslautenden «s», das für einen Teil der Extremadura typisch ist.
acho
Hey; Freund; Junge, als Anruf oder Interjektion. Im informellen Sprachgebrauch ruft es den Gesprächspartner oder leitet Überraschung, Protest, Komplizenschaft und andere Reaktionen je nach Intonation ein.
Der Alltag in Plasencia

Der Dienstagsmarkt seit 1189
Alfonso VIII gewährte den freien Markt vor mehr als achthundert Jahren, und seitdem füllt sich die Plaza Mayor jeden Dienstag mit Ständen. Es ist keine Nachstellung: Es ist der wöchentliche Einkauf.
«El martes hay mercado en la plaza.» — Dienstags ist Markt auf dem Platz.

Die «catedral vieja» und die neue, aneinandergebaut
Die alte und die neue Kathedrale liegen direkt aneinander, weil die Arbeiten an der zweiten halb fertig gestoppt wurden und die erste nicht abgerissen wurde. Man gelangt von der einen zur anderen durch eine Innentür.

Die Kirschblüte im Jerte-Tal
Ende März wird das nahegelegene Tal für zwei Wochen weiß, eineinhalb Millionen Bäume gleichzeitig, und man macht extra Ausflüge dorthin. Die Daten werden jedes Jahr neu angekündigt, da sie variieren.
«El valle está en flor.» — Das Tal blüht.
Was man in Plasencia isst

Cerezas del Jerte
Die Kirschen aus dem Tal nebenan, ohne Stiel, die zwischen Mai und Juni reifen.

Migas extremeñas
Brot, eingeweicht und angebraten mit Knoblauch und Speck, serviert mit Weintrauben.

Cabrito al horno
Zicklein aus der Sierra, gebraten mit Knoblauch, Schweineschmalz und Weißwein.

Torta del Casar
Cremiger Schafskäse, den man oben öffnet und mit dem Löffel isst.
Feste in Plasencia

Martes Mayor
der erste Dienstag im August
Der Dienstagsmarkt, der seit 1189 stattfindet, wird für einen Tag riesig: die Plaza Mayor und alle umliegenden Straßen.
Was man in Plasencia sehen kann

Catedral Vieja y Nueva
Zwei Kathedralen, die aneinandergebaut sind: Man begann mit der neuen, ohne die alte abzureißen, und dann ging das Geld aus.

Acueducto de Plasencia
Dreiundfünfzig Bögen, bis zu achtzehn Meter hoch, die das Wasser in die Stadtmauern leiteten.

Murallas y Torre Lucía
Der erhaltene Teil der mittelalterlichen Stadtmauern mit dem Turm, der als Kontrollposten diente.

Plaza Mayor
Der Arkadenplatz, auf dem seit 1189 der Dienstagsmarkt stattfindet.
Woher Plasencia kommt
«Damit es Gott und den Menschen gefällt»
1186
Die Gründung
Alfonso VIII gründet die Stadt und gibt ihr das Motto «Ut placeat Deo et hominibus».
13.–15. Jh.
Die zwei Kathedralen
Man baut die alte Kathedrale, dann beginnt man die neue, ohne die erste jemals fertigzustellen.
16. Jh.
Die Zúñiga
Die Familie Zúñiga macht daraus ein Herzogtum: Paläste und das Aquädukt entstehen.
19. Jh. → heute
Plasencia
Wird zum Dienstleistungszentrum im Norden der Provinz, an der Straße zur Vía de la Plata.
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