Navarra
Pamplona
«Pamplona es famosa por los encierros de los sanfermines en julio.»Pamplona ist berühmt für die Stierläufe der Sanfermines im Juli.

Die Hauptstadt von Navarra ist weltweit berühmt für den Stierlauf von San Fermín. Es ist eine grüne Stadt mit einem befestigten und lebendigen historischen Zentrum.
Wusstest du schon
Hemingway brachte die Welt hierher.
Ernest Hemingway machte die Sanfermines in seinem Roman 'Fiesta' berühmt und verwandelte Pamplona in ein weltweites Touristenziel.
So spricht man in Pamplona
Kastilisch und Baskisch koexistieren auf der Beschilderung; «Iruña» ist der baskische Name der Stadt. «Poteo», «pintxo», «txistorra» und «agur» sind Wörter, die auch von Kastilischsprachigen regelmäßig gehört werden.
auzolan
Gemeinschaftsarbeit oder Nachbarschaftshilfe, die gemeinsam geleistet wird. Baskischer Begriff für eine praktische Zusammenarbeit, bei der die Bewohner zum Wohl des Viertels oder des Dorfes beitragen.
Der Alltag in Pamplona

Das «encierro» pünktlich um acht
Vom 7. bis 14. Juli rennen die Stiere achthundertzwanzig Meter durch abgesperrte Straßen bis zur Arena, und die Leute rennen davor. Es dauert etwas mehr als zwei Minuten, und vorher singt man dreimal zu San Fermín.
«A San Fermín pedimos.» — Zu San Fermín bitten wir.

Weiß und Rot am Körper
Während der Sanfermines trägt man nur Weiß mit einer roten Schärpe und einem roten Halstuch: Das Tuch wird am 6. Juli mittags umgebunden und am 14. um Mitternacht abgenommen, während man «Pobre de mí» singt.
«Ponte el pañuelo al cuello.» — Binde dir das Tuch um den Hals.

Die Mauern als Park
Pamplona bewahrt den gesamten Bastionsring, und man kann darauf und darunter spazieren: Die Vuelta del Castillo, die Wiese innerhalb der Zitadelle, ist der Ort, an dem die Pamplonesen joggen und ihre Kinder mitnehmen.
«Damos la vuelta a la Ciudadela.» — Wir machen eine Runde um die Zitadelle.

Das «pintxo pote» am Donnerstag
In den Vierteln bieten viele Bars am Donnerstagabend Pintxo plus Getränk zu einem Festpreis an: Man geht früh aus, macht die Runde und geht zum Abendessen nach Hause. Es ist ein wöchentliches Ritual, keine Werbeaktion.
«El jueves hay pintxo pote.» — Am Donnerstag gibt es Pintxo Pote.
Was man in Pamplona isst

Chistorra
Dünne Schweinswurst mit Paprika, gebraten und in Stücken im Brot serviert.

Pochas
Frische weiße Bohnen, nicht getrocknet, mit wenig gekocht: Gemüse, Wachtel oder Venusmuscheln.

Espárragos de Navarra
Unter der Erde angebaute weiße Spargeln, dick und zart, mit Mayonnaise oder Öl.

Ajoarriero
Zerzupfter Stockfisch mit Knoblauch, Paprika und Tomate, langsam in der Pfanne gegart.
Feste in Pamplona

San Fermín
vom 6. bis 14. Juli
Neun Tage, die mit dem «chupinazo» am Mittag beginnen und um Mitternacht mit dem Singen von «Pobre de mí» mit einer Kerze in der Hand enden.
Was man in Pamplona sehen kann

Catedral de Santa María
Innen gotisch, mit einer klassizistischen Fassade, die im 18. Jahrhundert davor gesetzt wurde.

Ciudadela
Renaissance-Sternfestung aus dem 16. Jahrhundert, die zum großen Park der Stadt geworden ist.

Calle Estafeta
Die acht Meter Breite, auf denen das Encierro von San Fermín stattfindet.

Plaza del Castillo
Der Arkadenplatz im Zentrum mit dem Café Iruña aus dem Jahr 1888.
Woher Pamplona kommt
Der Name ist der von Pompeius
74 v. Chr.
Pompaelo
Pompeius gründet hier ein Lager und gibt ihm seinen eigenen Namen: Aus «Pompaelo» wird Pamplona.
778
Roncesvalles
Karl der Große reißt die Mauern nieder; auf dem Rückweg wird seine Nachhut an den Pässen vernichtet.
11.–15. Jh.
Die drei Städte
Drei befestigte Dörfer, die miteinander im Streit lagen, vereinen sich erst 1423 zu einer einzigen Stadt.
16. Jh. → heute
Die Zitadelle
Nach der Annexion an Kastilien wird die Sternfestung gebaut, die heute der Stadtpark ist.
Hier geboren: Pablo Sarasate, Geiger und Komponist.
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