Navarra
Tudela
«Tudela es conocida por sus excelentes verduras de la huerta.»Tudela ist für sein exzellentes Gemüse aus dem Garten bekannt.

Tudela ist die zweitgrößte Stadt Navarras und liegt am Ufer des Ebro in der Ribera, in einer Ebene mit bewässerten Gärten. Sie wurde 802 von Muslimen gegründet – eine der wenigen dokumentierten spanischen Städte islamischen Ursprungs – und vier Jahrhunderte lang lebten dort Muslime, Juden und Christen zusammen.
Wusstest du schon
Drei Kulturen, und man sieht es.
Tudela war jahrhundertelang ein Kreuzungspunkt jüdischer, islamischer und christlicher Kulturen, deren Spuren im jüdischen Viertel noch sichtbar sind.
So spricht man in Tudela
«Ribera» bezeichnet hier den landwirtschaftlich geprägten Süden von Navarra und hat eine starke eigene Identität. Baskisch ist im täglichen Sprachgebrauch weit weniger präsent als im Norden der Region.
auzolan
Gemeinschaftsarbeit oder Nachbarschaftshilfe, die gemeinsam geleistet wird. Baskischer Begriff für eine praktische Zusammenarbeit, bei der die Bewohner zum Wohl des Viertels oder des Dorfes beitragen.
Der Alltag in Tudela

Das «verduras» der Ribera
Das Gemüse aus Tudela hat einen Ruf, den in Spanien niemand bestreitet: Artischocken, Karde, Borretsch und Spargel isst man pur, in Gerichten, die nichts anderes enthalten. In der Saison ändern sich die Menüs jede Woche.
«Menestra de verduras de Tudela.» — Gemüse-Menestra aus Tudela.

Der «Volatín» am Karsamstag
Eine Puppe, die an einem Seil über dem Platz hängt, entkleidet sich, während sie von einem Balkon zum anderen gezogen wird, und am Ende explodiert sie: Man schaut vom vollen Platz aus zu, und es ist das Ereignis, auf das die Tudelaner warten.
«El Volatín es el Sábado Santo.» — Der Volatín ist am Karsamstag.

Die Bardenas gleich um die Ecke
Wenige Kilometer entfernt beginnt eine Lehmwüste mit Schluchten, ohne Vegetation: Man fährt mit dem Auto oder dem Fahrrad auf unbefestigten Wegen hinein, und es ist der Ort, an den man geht, um spazieren zu gehen, wenn es kühl ist.
«Nos vamos a las Bardenas.» — Wir fahren in die Bardenas.
Was man in Tudela isst

Alcachofas de Tudela
Zarte Artischocken aus der huerta, natürlich zubereitet, gegrillt oder geschmort mit Venusmuscheln.

Menestra navarra
Garten-Gemüse, das einzeln gedünstet und dann zusammengefügt wird, mit Schinken und Ei.

Pimientos del piquillo
Kleine Paprikaschoten, auf dem Grill geröstet und von Hand geschält, gefüllt mit Fleisch oder Stockfisch.

Chistorra
Dünne Schweinswurst mit Paprikapulver, gebraten und stückweise im Brot serviert.
Feste in Tudela

Bajada del Ángel
am Ostersonntag
Ein Kind, als Engel verkleidet, schwebt an einem Seil über den Platz und nimmt der Jungfrau den schwarzen Schleier ab: Das wird seit dem 16. Jahrhundert so gemacht.

Fiestas de Santa Ana
vom 24. bis 30. Juli
Riesenfiguren, rote Halstücher und die Plaza de los Fueros voller Menschen: das große Fest der Ribera.
Was man in Tudela sehen kann

Catedral de Santa María
An der Puerta del Juicio sind die Verdammten einzeln mit ihrer jeweiligen Strafe skulptiert.

Puente sobre el Ebro
Siebzehn Bögen auf fast vierhundert Metern, in verschiedenen Epochen erneuert.

Plaza de los Fueros
Das war der Stierkampfplatz: Die bemalten Balkone sind die alten Tribünen mit den Platznummern.
Woher Tudela kommt
Von Muslimen gegründet, eine der wenigen in Spanien
802
Tutila
Die Muslime gründen sie als Festung am Ebro: Es ist eine der wenigen spanischen Städte mit dokumentierter islamischer Gründung.
9.–12. Jh.
Die drei Kulturen
Muslime, Juden und Christen leben zusammen; das jüdische Viertel (judería) gehört zu den wichtigsten des Königreichs.
1119
Die Eroberung
Alfons I. der Streiter nimmt sie ein: Die Hauptmoschee wird zur Kathedrale.
20. Jh. → heute
Die huerta
Artischocken, Spargel und Karden aus der Ribera tragen die Wirtschaft der Stadt.
Möchtest du Spanisch lernen, während du durch Spanien reist?
In Aula ist jede Lektion eine Stadt, die auf der Karte aufleuchtet — Tudela ist eine davon. Zweihundert Lektionen von A1 bis C2, kostenlos, passend zu deinem Niveau.
Beginne in Tudela →