País Vasco
Bilbao
«Bilbao es famosa por el museo Guggenheim de arte moderno.»Bilbao ist berühmt für das Guggenheim-Museum für moderne Kunst.

Bilbao liegt an einer Ría, die die Stadt über etwa zehn Kilometer mit dem Meer verbindet, umschlossen von grünen Hügeln. Gegründet als Handelshafen im Jahr 1300 und später zur Industriemetropole des Nordens geworden, schloss die Stadt Ende des 20. Jahrhunderts die Hochöfen und gestaltete die Flussufer rund um das Guggenheim-Museum neu.
Wusstest du schon
Der Blumenhund sollte nur vorübergehend sein.
Die berühmte, mit Blumen bedeckte Hundeskulptur Puppy vor dem Guggenheim-Museum sollte eigentlich nur temporär sein, gefiel aber so sehr, dass sie für immer blieb.
So spricht man in Bilbao
Euskera und Kastilisch koexistieren; «kaixo», «agur», «txikito» und «pintxo» finden auch Eingang in das lokale Kastilisch. «Botxo» ist ein Spitzname für Bilbao und bedeutet wörtlich «Loch», wegen der Stadt, die zwischen Bergen eingezwängt ist.
agur
Gruß, der zum Abschied und je nach Kontext auch zur Begrüßung verwendet wird. Kurze Grußformel auf Baskisch, die im täglichen Leben im Baskenland sehr erkennbar ist.
Der Alltag in Bilbao

Die «pintxos» mit dem Stäbchen
Auf den Theken sieht man Reihen von belegten Broten, die von einem Zahnstocher zusammengehalten werden: Man nimmt, was man will, behält den Zahnstocher und zählt am Ende zum Bezahlen.
«¿Cuántos palillos tienes?» — Wie viele Zahnstocher hast du?

Die verschlossenen «txokos»
Die gastronomischen Gesellschaften sind private Küchen, in denen die Mitglieder für sich und ihre Gäste kochen: Es sind keine Restaurants, sie haben kein Schild und man kommt nur hinein, wenn einen jemand mitbringt.
«Solo se entra si te invitan.» — Man kommt nur hinein, wenn man eingeladen wird.

Die «Siete Calles» am Donnerstag
Im alten Zentrum geht man am Donnerstagabend aus, um von Bar zu Bar zu ziehen: Man trinkt einen Zurito, ein kleines Glas Bier, um sich nicht zu betrinken, während man in zwei Stunden sechs Lokale besucht.
«Un zurito, por favor.» — Einen Zurito, bitte.

Die «Aste Nagusia» im August
Neun Tage Fest mit der Riesin Marijaia, die über dem Platz hängt, den Stadtviertel-Gruppen und jeden Abend Feuerwerk über der Ría. Am Ende wird Marijaia verbrannt.
«Marijaia ya está colgada.» — Marijaia hängt schon.
Was man in Bilbao isst

Bacalao al pil-pil
Kabeljau, sanft in Öl mit Knoblauch gegart: Durch das Bewegen der Pfanne bindet die Gelatine des Fisches das Öl zu einer Sauce. Mehr kommt nicht hinein.

Marmitako
Thunfischsuppe mit Kartoffeln, Zwiebeln und «choricero»-Paprika, die auf den Booten der Fischer entstanden ist.

Pintxos
Happen, die auf einer Brotscheibe balancieren, gehalten von einem Zahnstocher. Man nimmt sie von der Theke und zählt am Ende die Zahnstocher.

Txakoli
Lokaler Weißwein, säuerlich und mit einem Hauch von Kohlensäure, aus der Höhe eingeschenkt, um ihn zu wecken.
Feste in Bilbao

Aste Nagusia
die neun Tage ab dem Samstag nach dem 15. August
Marijaia, die Riesin mit den erhobenen Armen, hängt die ganze Woche über dem Platz und wird am Ende auf der Ría verbrannt.
Was man in Bilbao sehen kann

Museo Guggenheim
Das Gebäude von Frank Gehry aus dem Jahr 1997, bedeckt mit Titanplatten, die je nach Lichteinfall ihre Farbe ändern.

Casco Viejo
Die «Siete Calles», die sieben Straßen, mit denen die Stadt im Jahr 1300 gegründet wurde und in denen sie drei Jahrhunderte lang bestand.

Puente de Vizcaya
Die Schwebefähre von 1893: Eine schwebende Gondel überquert die Ría alle acht Minuten.

Mercado de la Ribera
Der rationalistische Markt von 1929, in einer Kurve am Flussufer erbaut.
Woher Bilbao kommt
Vom Eisen zum Titan
1300
Die Gründung
Don Diego López de Haro verleiht ihr die Gründungsurkunde am Ufer der Ría.
15.–19. Jh.
Der Hafen
Das Eisen aus den nahegelegenen Minen und die kastilische Wolle gehen von hier in Richtung Nordeuropa.
19. Jh.
Die Industrie
Hochöfen und Werften füllen die Ría: Sie wird zur Industriestadt des spanischen Nordens.
1997
Das Guggenheim
Nach der Schließung der Stahlwerke eröffnet das Gehry-Museum und verändert das Gesicht der Stadt.
Hier geboren: Miguel de Unamuno, Schriftsteller und Philosoph.
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