País Vasco
Eibar
«Eibar es una ciudad famosa por la industria metalúrgica.»Eibar ist eine Stadt, die für ihre metallverarbeitende Industrie bekannt ist.

Eibar liegt am Ende eines engen Tals in Gipuzkoa, an der Straße zwischen Bilbao und San Sebastián. Es war jahrhundertelang die Stadt der Waffenschmiede, aus deren Handwerk die Damaszierung entstand, die Kunst, Goldfäden in brünierten Stahl einzulegen; 1937 wurde die Stadt fast vollständig bombardiert und niedergebrannt.
Wusstest du schon
Zwanzigtausend Einwohner in der ersten Liga.
Trotz seiner geringen Größe spielte der städtische Fußballverein Eibar jahrelang in der höchsten spanischen Liga und spielte dabei in einem sehr kleinen Stadion.
So spricht man in Eibar
Euskera und Kastilisch koexistieren und «eibartarra» ist die baskische Bezeichnung für die Einwohner. Der Eibarrés-Dialekt des Euskera hat eine starke lokale Tradition und wahrnehmbare Unterschiede zum Standard-Batua.
agur
Gruß, der zum Abschied und je nach Kontext auch zur Begrüßung verwendet wird. Kurze Grußformel auf Baskisch, die im täglichen Leben im Baskenland sehr erkennbar ist.
Der Alltag in Eibar

Die zu Werkstätten gewordenen «armerías»
Eibar stellte fünf Jahrhunderte lang Pistolen und Gewehre her, und daraus entstand die Präzisionsindustrie des Tals: Die Werkstätten sind immer noch überall, oft im Erdgeschoss der Häuser.
«Aquí se hacían armas, ahora máquinas.» — Hier wurden Waffen hergestellt, jetzt Maschinen.

Ipurua inmitten der Gebäude
Das Stadion der Mannschaft liegt eingeklemmt zwischen den Häusern, in Hanglage, mit zwanzigtausend Einwohnern und einem Verein, der in der ersten Liga gespielt hat: Man kann von jedem Punkt des Dorfes zu Fuß dorthin gelangen.

Die «igogailuak», die öffentlichen Aufzüge
Das Dorf liegt am Ende einer sehr engen Schlucht und erstreckt sich an beiden Hängen: Es gibt öffentliche Aufzüge, um die oberen Viertel zu erreichen, und ohne diese müsste man jeden Tag bergauf laufen.
«Se sube en ascensor, si no es mucha cuesta.» — Man fährt mit dem Aufzug hoch, sonst ist es ein zu steiler Anstieg.
Was man in Eibar isst

Gilda
Olive, Sardelle und grüne Peperoni auf einem Zahnstocher, in einem einzigen Bissen.

Txipirones en su tinta
Kleine Tintenfische, die in ihrer eigenen Tinte mit Zwiebeln gegart und mit weißem Reis serviert werden.

Marmitako
Thunfischsuppe mit Kartoffeln, Zwiebeln und Choricero-Paprika.
Feste in Eibar

Fiestas de San Juan
vom 23. bis 27. Juni
Das Freudenfeuer wird in Unzaga entzündet, man tanzt die «soka-dantza», indem man sich an den Händen hält, und die Tamborrada zieht durch das enge Tal.
Was man in Eibar sehen kann

Museo de la Industria Armera
Das Museum für Waffen und Damaszierung, das Handwerk, das die Stadt ausgemacht hat.

Portalea
Das Industriegebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert, das zum kulturellen Zentrum der Stadt wurde.

Iglesia de San Andrés
Die gotische Kirche, die nach der Zerstörung von 1937 wiederaufgebaut wurde, wobei das Portal gerettet wurde.
Woher Eibar kommt
Von Waffen bis zu Gold, das in Stahl eingearbeitet ist
1346
Die Gründung
Alfonso XI. verleiht ihr den Status einer Stadt im engen Tal des Ego.
16.–19. Jh.
Die Waffen
Die Waffenschmiede von Eibar beliefern die Krone: Das Tal lebt von Gewehrläufen und Gewehrschäften.
19. Jh.
Die Damaszierung
Dieselben Handwerker beginnen, Goldfäden in brünierten Stahl einzuarbeiten.
1937
Die Zerstörung
Die Stadt wird bombardiert und niedergebrannt: Vom alten Zentrum bleibt fast nichts übrig.
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